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Für das Metaverse sind Authentizität, Datenschutz und Sicherheit entscheidend

Michel Laubscher (l.), Managing Partner von Edgewind, und Tobias Franz, CTO von Somnitec. (Source: zVg)

Seit Microsoft mit Mesh seine Version des Metaverse angekündigt hat, wartet die Welt gespannt auf dessen Lancierung. Welche Veränderungen das Metaverse für KMUs bringt, ist noch ungewiss. Somnitec-CTO Tobias Franz und Michel Laubscher, Managing Partner von Edgewind, präsentieren erste Einschätzungen.

Was müssen Business-Entscheider in KMUs bedenken, wenn sie das Metaverse für ihr Geschäft nutzbar machen möchten?

Michel Laubscher: Das Metaverse steckt in den Kinderschuhen. Kleine und mittlere Unternehmen sollten sich trotzdem bereits einige Fragen stellen: Für welchen Bereich eignet es sich und welche Dienstleistung können wir im Metaverse realisieren? Wie erreichen wir unsere Kundschaft ohne Dienstleistungen im Metaverse? Sind wir ohne Anbindung ins Metaverse in Zukunft weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber? Ausschlaggebend ist, wie Unternehmen ihre bestehenden Applikationen und Services ins Metaverse integrieren werden.

Für welche Anwendungen ist die Metaverse-Technologie ­geeignet, für welche nicht?

Laubscher: Die Anwendung der Metaverse-Technologie wird auf den bestehenden Geschäftsmodellen basieren. Unternehmen sollten deshalb Use-Cases entwickeln und analysieren. Für viele physische Produkte wird es virtuelle Gegenstücke geben. Konferenzen und Schulungen werden sich in das Metaverse verlagern. Marketingkanäle können verbessert, Geschäfte online und aus der physischen Welt und gänzlich durch einen 3-D-Raum ersetzt werden.

Wie weit ist die Entwicklung der verschiedenen "Metaversen"?

Laubscher: Einerseits wird sich das Metaverse für Endverbraucher zum Einkaufen, Spielen oder zur Unterhaltung wie etwa Decentraland, Roblox oder Sandbox entwickeln. Andererseits etabliert sich das Metaverse in der Geschäftswelt für Meetings, Workshops, Produktpräsentationen. Das grosse Potenzial von Microsoft Mesh liegt in der Integration von Office-Produkten und MS Teams. Wie sich Mesh entwickelt, wird sich nach dem Launch zeigen. Eine kostenlose Preview-Version ist bereits verfügbar.

Was bedeutet es für einen Microsoft Partner wie Somnitec, wenn das Metaverse in den Geschäftsalltag Einzug hält?

Tobias Franz: Als Microsoft-Partner beraten wir unsere Kundschaft bereits in frühen Entwicklungsphasen und bauen gleichzeitig neue Services auf. Mit dem Metaverse und Microsoft Mesh müssen sich unsere Mitarbeitenden neu mit Animation und Virtual Reality auseinandersetzen. Im Bereich Cybersecurity prüfen unsere Sicherheitsexpertinnen und -experten, wie sich Unternehmen vor Hackerangriffen im Metaverse schützen und wie sie die Cybersecurity stärken können.

Wie wird sich die Microsoft Mesh auf Collaboration-Tools wie MS Teams, Sharepoint etc. auswirken?

Franz: Funktionen aus der Augmented Reality und Virtual Reality werden in bestehende Collaboration-Tools integriert. Heutige Lücken können weitgehend eliminiert werden. Virtuelle Meetings werden persönlichen Treffen noch ähnlicher sein. Microsoft hat bereits "Mesh Teams" angekündigt, das personalisierte Avatare und immersive Räume beinhalten soll. Darin sollen 2-D- und 3-D-Meetings durchgeführt werden können. Damit sich die Mesh-Tools im Berufsalltag durchsetzen, müssen sie zwingend mit den anderen Micro­soft-Produkten interagieren können.

Wie schätzen Sie das disruptive Potenzial von Metaverse-­Anwendungen ein?

Franz: Wir sehen ein grosses disruptives Potenzial. Mit Metaverse, kombiniert mit digitalen Währungen und technologieaffinen Generationen Z und Alpha, werden wir eine neue Geschäftswelt erleben. Für die weitere Entwicklung und Etablierung des Metaverse werden dessen Authentizität, Datenschutz- und Sicherheitsaspekte entscheidend sein.

Experteninterview in der Netzwoche von Tanja Mettauer und Marc Landis

 

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